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Im Zentrum meiner Arbeit stehen Raum und Wahrnehmung. Ausgehend von der Auseinandersetzung mit Gefühlen und körperlicher Präsenz verschob sich mein Fokus über die Werkreihe Die Betrachtenden zunehmend hin zur Erfahrung von Landschaft, Dingen und Außenraum.

Landschaften und Räume (seit 2022)

Im Mittelpunkt dieser Arbeiten stehen Raum und unmittelbare Wahrnehmung. Mich interessieren Motive aus meiner alltäglichen Umgebung – vor allem Landschaften, Gewässer und Übergangszonen –, die sich oft zufällig auf Wegen oder in Randbereichen zeigen. Aus ersten Skizzen, Fotografien und Studien vor Ort entwickeln sich im Atelier weitere Bilder. Seit einiger Zeit male ich auch direkt draußen auf kleinen Leinwänden. So entstehen Arbeiten, in denen sich Eindrücke von Licht, Farbe und räumlicher Situation verdichten. Die Bilder sind in Eitempera auf Leinwand ausgeführt. Die Technik ermöglicht mir ein unmittelbares, schichtweises Arbeiten und eine genaue Auseinandersetzung mit Form, Oberfläche und Farbigkeit.

 

Die Betrachtenden (2016–2022)

In der Werkreihe Die Betrachtenden steht die Kunstbetrachtung selbst im Zentrum. Ausgangspunkt waren Skizzen von Menschen in Museen, die vor Kunstwerken stehen oder in sie versunken sind. Mich interessierte dieser Moment als ein Schwanken zwischen innerem und äußerem Raum – zwischen Bild, Körper und Wahrnehmung.

Die Zeichnungen und Malereien untersuchen das Verhältnis von Betrachtenden, Bildraum und eigenem Körper. In den kleinformatigen Arbeiten zeigt sich ein tastendes Annähern an Haltung, Präsenz und Stimmung; in den großformatigen Bildern werden die Figuren zu einem körperlichen Gegenüber. So wird der Bildraum auch zu einem Spiegel des eigenen Sehens und Bewegtseins.

 

Gefühle (2014–2016)

In diesen Zeichnungen und Malereien setzte ich mich mit Emotionen und ihrer bildnerischen Form auseinander. Mich beschäftigte die Frage, wie sich innere Regungen wie Angst, Wut, Trauer oder Freude sichtbar machen lassen.

Die menschliche Figur wurde dabei zum Ausgangspunkt, weil sich in Mimik, Haltung und Geste psychische Zustände unmittelbar andeuten. Im Verlauf der Arbeit traten zunehmend auch Aspekte wie Alter, Geschlecht, Kleidung und Rolle in den Vordergrund. Die Figuren wurden dadurch weniger zu Trägern einzelner Gefühle als zu komplexeren Charakteren.

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